Denken Sie beim Reisen an den Klimaschutz?
16.10.2009

Bei der Verbrennung des Treibstoffes Kerosins entstehen Abgase, die durch ihre Freisetzung in der Stratosphäre den Treibhauseffekt und somit die globale Erwärmung verstärken. Der kommerzielle Flugverkehr findet überwiegend in Flughöhen zwischen 9 und 13 km statt. Zu den klimawirksamen Abgasen zählen nicht nur Kohlendioxid (CO2) sondern auch Stickoxide (NOx) und Aerosole (Partikel). Stickoxide führen unter Einfluss der Sonneneinstrahlung zum Aufbau von Ozon, das in Reiseflughöhe als starkes Treibhausgas wirkt. Außerdem führen sie zur Freisetzung des Treibhausgases Methan. Der Ausstoß von Aerosolen und von Wasserdampf führt zu einer Veränderung der natürlichen Wolkenbildung und so zur Bildung von Kondensstreifen und Zirruswolken. Diese Effekte tragen zusätzlich zur Erwärmung der Atmosphäre bei. Der Flugverkehr verursacht heute bereits zwischen 2 -8 % der vom Menschen erzeugten CO2-Emissionen weltweit.

WER NICHT UNTÄTIG SEIN WILL, ENGAGIERT SICH IM KLIMASCHUTZ

Je nachdem wohin die Reise gehen soll, gibt es wenig praktische Alternativen zum Fliegen. Untätig braucht man trotzdem nicht zu sein: Es gibt vielfältige Möglichkeiten sich darüber zu informieren, welchen Beitrag jeder einzelne leisten kann, um seinen durch Geschäfts- oder Urlaubsreise entstandenen CO2-Ausstoß zu kompensieren.

Ein wirkungsvoller Ansatz ist beispielsweise die Unterstützung klimafreundlicher Projekte, die gezielt einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten können. Projekte, die sich für den Erhalt von so genannten Kohlenstoff-Senken einsetzten – das sind beispielsweise Ökosysteme die mehr CO2 binden als sie freisetzten – sind hierfür gut geeignet.

IHR BEITRAG

Leisten Sie Ihren persönlichen CO2 Kompensations-Ausgleich und spenden Sie an die ZGF. Wir bieten Ihnen sechs klimafreundliche Projekte, die besonders viel Positives im Kampf gegen die Erderwärmung beitragen können. Orientieren Sie sich an drei Beispielen von beliebten Flugzielen unterschiedlicher Entfernung (Quelle: Umweltbundesamt):

* angelehnt an die Berechnungen des Klimarechners der atmosfair gGmbH

Auf der Homepage des Umweltbundesamtes kann man sich einen Überblick über seine persönliche Kohlendioxid-Bilanz sowie Flugstrecken in Kilogramm CO2 umrechnen und lassen.

ZGF PROJEKTE ZUM KLIMASCHUTZ

Regenwälder
Im Gegensatz zu Tieren und Menschen, die CO2 ausatmen verbinden Pflanzen CO2 unter Nutzung der Lichtenergie mit Wasser zu Kohlehydraten (Photosynthese) und speichern so CO2. Regenwälder stellen deshalb auch in dieser Hinsicht eine wahre Schatzkammer dar – sie sind eine enorme CO2-Senken. Durch das Roden der tropischen Wälder wird heutzutage vielerorts leider mehr Kohlendioxid freigesetzt als der Wald binden kann. Die Abholzung der Wälder ist für etwa 20% der menschenverursachten CO2 Abgabe verantwortlich. Umso wichtiger ist es Projekte zum Schutz der Regenwälder zu fördern – um ihrer Vielfalt willen und um der globalen Erwärmung entgegenzutreten. Die ZGF setzt sich seit vielen Jahren erfolgreich für die reichhaltigsten Regenwälder auf der indonesischen Inseln Sumatra, der Heimat der Orang-Utans und im Südosten Perus, dem Lebensraum von Riesenotter und Jaguar ein.

Orang-Utanprojekt auf Sumatra | Regenwaldschutzprogramm Ostanden, Peru
Hier Können Sie online Spenden, als Stichwort „CO2-Kompensation“ + Land

Moore
Auch Moore speichern große Mengen CO2. Sie bestehen aus meterdicken Torfschichten, die unter Luftausschluss durch den unvollständigen Abbau von pflanzlichen Resten entstehen und sich im Laufe von Jahrtausenden angehäuft haben. Solange ein Moor intakt ist, wird der in den Pflanzen gebundene Kohlenstoff der Atmosphäre langfristig entzogen. Wird das Moor entwässert kommt die Torfschicht in Kontakt mit Sauerstoff und verliert ihre Funktion; es bildet sich Humusboden und es wird kein Kohlenstoff mehr gespeichert. Deshalb tragen moorreiche Lebensräume und ihre Erhaltung einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei! Insgesamt speichert ein Moor durchschnittlich 1.375 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar, mehr als viermal so viel wie der Wald in unseren europäischen Breiten. In Weißrusslands Urwäldern, Heimat des Wisents, und auf ehemaligen Truppenübungsplätzen in Brandenburg, wo inzwischen sogar wieder Wölfe leben, fördert die ZGF den Lebensraumerhalt und den Schutz von Mooren.

Polens Urwälder | Truppenübungsplätze Brandenburg
Hier Können Sie online Spenden, als Stichwort „CO2-Kompensation“ + Land

Savannen
Savannen sind nicht so leistungsfähige Kohlenstoffspeicher wie Regenwälder oder Moore, ihrer Bewahrung hat trotzdem eine enorme Pufferfunktion im Klimaschutz. Denn Savannen werden häufig überweidet oder in Ackerland umgewandelt. Durch den Bodenumbruch wird der in der Erde gespeicherter Kohlenstoff freigesetzt und die dann erfolgende Bewirtschaftung trägt je nach ihrer Art und Weise einen bedeutenden Teil zum Klimawandel bei. In der Landwirtschaft werden beispielsweise klimawirksame Gase wie Methan, Lachgas und CO2 erzeugt, vor allem durch übermäßigen Einsatz von Stickstoffdünger und intensive Tierhaltung. Savannenschutz bedeutet Prävention, und das ist - vom Kostenfaktor für die gesamte Menschheit - viel günstiger als eine nachträgliche Wiederherstellung der Ökosysteme oder künstliche Maßnahmen gegen den Klimawandel.
In der Serengeti Tansanias ist es der ZGF gelungen, das weltweit größte Wandersystem von Huftieren zu erhalten und in der kasachischen Steppe werden große Schutzgebiete, u.a. auch für die seltene Saiga-Antilope, eingerichtet.

Serengeti | Kasachische Steppe
Hier Können Sie online Spenden, als Stichwort „CO2-Kompensation“ + Land