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Schutz des Gonarezhou Nationalparks
ZIEL DES PROJEKTES

Schutz und Bewahrung der ursprünglichen Wildnis und der Funktionalität des Gonarezhou Ökosystems um seiner selbst Willen aber auch zum Wohle der Menschen in der Region und im weitergefassten Great Limpopo Trans Frontier Schutzgebiet.

PROJEKTGEBIET

Status: Nationalpark, IUCN Kategorie II, eingerichtet 1967
Geographische Lage: Im Südosten von Simbabwe angrenzend an die Schutzgebiete in Mozambique und Südafrikas Kruger Nationalpark
Größe: 5.000 qkm Gonarezouh Nationalpark

HINTERGRUND

Der Gonarezhou Nationalpark liegt zu großen Teilen unter 400m Höhe, er ist gekennzeichnet durch hohe Temperaturen (bis 50 Grad Celsius) und geringen bzw. schwankenden Niederschlag (100 mm bis 800 mm, im Mittel: 450 mm). Dort wo sich die Flüsse Mwenezi, Save und Runde durch den Basalt schneiden, bilden sie spektakuläre Stromschnellen und Wasserfälle und ermöglichen mit ihrem Wasser einer breiten Palette von Wildtieren in den heißen Ebenen zu leben. Eindrucksvoll und markant sind auch die Chilojo-Klippen aus Sandstein, die über 50 Kilometer weit zu sehen sind.

In den letzten zehn Jahren wurde der Park nicht nur vernachlässigt sondern auch heftig missbraucht. Der Park hat eine ganze Reihe von Tierarten verloren, beide Nashornarten sind seit 1990 ausgerottet, und eine Dürre 1991/92 führte zum Verschwinden der Lichtenstein-Antilope. Trotz allem enthält Gonarezhou noch immer eine große Vielfalt an Tieren, beispielsweise viele Elefanten und das in Simbawe sonst seltene Gürteltier, Wildhunde, Geparden oder Nyalas. Gonarezhou ist im Moment ein wahrhaft wildes Gebiet. Es gibt keine Lodge im Park, nur ein paar verfallene Campingplätze.

Gonarezhou ist Teil der ambitioniertesten Naturschutzinitiative Afrikas, der Errichtung des größten Schutzgebietes der Welt, des Great Limpopo Trans Frontier Parks (GLTFP). Dieser beinhaltet den Krüger Nationalpark (Südafrika), Simbabwes Gonarezhou Nationalpark und den neuen Limpopo Nationalpark in Mozambique. Die drei Staaten haben den Park offiziell schon ins Leben gerufen und damit einen grenzüberschreitenden Nationalpark von 35.000 Quadratkilometern geschaffen.

Die Zusammenarbeit zwischen der ZGF und der Zimbabwe Parks and Wildlife Authority geht bis in die Grzimek-Tage zurück. In den 80er und 90er Jahren hat die ZGF mit zwei Flugzeugen den Park unterstützt und Equipment für den Schutz der Nashörner geliefert, die durch „Enthornung“ vor Wilderei geschützt werden sollten. Das National Parks Department von Simbabwe war in den 80er und 90er Jahren einer der größten Partner der ZGF. Als Dank dafür schenkten die simbabwischen Behörden der ZGF drei Spitzmaulnashörner – zwei der Tiere leben noch heute im Zoologischen Garten Frankfurt.

Später in den 1990er-Jahren fuhr die ZGF ihr Engagement in Simbabwe zurück, das das Land durch erfolgreichen Tourismus zu einem der reichsten Länder Afrikas geworden war und die ZGF ihre Gelder an anderen Orten, wo sie mehr gebraucht wurden, besser einsetzen konnte.

Doch alles kam anders. Ale Präsident Mugabe 2003 seine Landreform umsetzte, verlor das Land quasi über Nacht 98 % seiner Einnahmen aus dem Tourismus. Als Folge davon brach den Nationalparks jegliche Finanzierung für Unterhaltung und Entwicklung weg und sie gingen in den letzten Jahren extrem schnell den Bach runter. Alle Parks brauchen dringend Unterstützung von außen, ohne die sie verloren sein werden und ihre einmaligen Naturschätze verlieren werden.

WAS MACHEN WIR KONKRET?
  • Aufbau und Umsetzung eines Monitoring-Systems durch Ranger
  • Unterstüzung des Wideraufbaus von Tourisms
  • Verbesserung der Parksinfrastruktur und Aufbau effektiven Parkmanagements
  • Wiederaufbau einer wildlebenden Population des Spitzmaulnashorns im Gonarezhou Nationalpark
  • Stärkung der Parkverwaltung und Finanziernug
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Entwicklung eines Monitoring-Systems zur Überwachung des Ökosystemzustandes
  • Aus- und Weiterbildung der Parkmitarbeiter
ZGF PROJEKTLEITER

Hugo und Elsabe van der Westhuizen

PROJEKTPARTNER

Zimbabwe Parks and Wildlife Management Authority