ProjekteSüdamerikaEcuadorRettung der Riesenschildkröten und Landleguane
Rettung der Riesenschildkröten und Landleguane auf Galapagos
ZIEL

Verbesserte Überlebenschancen und Reproduktionserfolg für die frei lebenden Riesenschildkröten und Landleguane

HINTERGRUND

Die Besiedlung der vulkanischen Galápagos Inseln gelang nur den Tiergruppen, welche die weite Reise über das Meer überstehen konnten. Dazu gehören die genügsamen Reptilien, die wahrscheinlich auf Baumstämmen oder Vegetationsflößen vom südamerikanischen Festland dorthin getrieben wurden. Diese Tiere entwickelten sich in ihrer neuen Umwelt zu neuen Arten und bildeten zum Teil auf verschiedenen Inseln unterschiedliche Formen aus, so z. B. bei den Riesenschildkröten. In der Vergangenheit waren Riesenschildkröten massenhaft als Fleischversorgung für Seefahrer geschlachtet worden, heutzutage machen ihnen Ziegen das Leben schwer, da sie ihnen ihre Nahrung wegfressen. Außerdem graben Ratten und Schweine die Gelege der Reptilien aus und gefährden somit das Fortbestehen der Populationen. Landleguane werden zusätzlich von Hunden gefangen, da sie im Laufe der Evolution in einer Umwelt ohne Raubtiere ihre natürliche Wachsamkeit verloren haben.

Das Projekt zum Schutz der Reptilien führte viele Jahre schwerpunktmäßig Nachzucht und Wiederansiedlung von Riesenschildkröten und Landleguanen durch, da deren natürliche Reproduktion bisher nicht ausreichend war und die Überlebensrate der Jungtiere gering ist. Gleichzeitig bekämpfte der Nationalpark erfolgreich Schweine und Ziegen. Nach umfangreichen Populationsstudien sowie einer Stärken-Schwäche Analyse des Programms entschied man sich, ab 2008 keine weiteren Tiere mehr nachzuzüchten und wiederanzusiedeln. Die etablierten Freilandpopulationen sind inzwischen so groß, dass dies momentan nicht mehr notwendig scheint - ein schöner Erfolg der bisherigen Arbeiten. Natürlich müssen die Freilandbestände noch weiter überwacht werden. Dazu sollen neue Methoden erprobt werden, die weniger aufwendig sind.

WAS MACHEN WIR KONKRET?
  • Entwicklung von „distance sampling“ Methoden, zur weniger aufwendigen Überwachung der Freilandpopulationen
  • Monitoring der Schildkrötenpopulationen auf Española und Santa Cruz
  • Monitoring der Landleguane auf Baltra und Isabela
PARTNER

Charles Darwin Foundation (CDF)
Galápagos Nationalpark
Ecuadorianische Marine (Eigentümer der Insel Baltra)