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Management Prespa Nationalpark
ZIEL

Entwicklung des Nationalparks Prespa und Schaffung eines trilateralen Biosphärenreservates

HINTERGRUND

Eingebettet zwischen hohen Bergmassiven im Dreiländereck Albanien, Mazedonien und Griechenland liegen die beiden Prespa Seen (Großer und Kleiner Prespa) sowie der Ohridsee. Die Seen sind ein Refugium für seltene Arten und zählen heute zu den ökologisch wertvollsten Regionen im Balkanraum. Sie beherbergen eine beachtliche Anzahl von Endemiten, also Arten, die ausschließlich dort vorkommen. In den beiden Prespa Seen konnten sieben endemische Fischarten nachgewiesen werden, wie die Prespa-Barbe, die Prespa-Forelle oder die Prespa-Nase. Aber auch die Vogelwelt des gesamten Seengebietes ist überregional bedeutend. So brüten auf der griechischen Seite am Kleinen Prespa beide in Europa vorkommenden Pelikanarten, der Kraußkopf- und der Rosapelikan. Ferner brüten an den Seen die seltene und bis vor kurzem als gefährdet eingestufte Zwergscharbe sowie eine große Anzahl von Wasservögeln. Neben den bedeutsamen aquatischen Lebensräumen finden sich in der Region auch noch Reste der ehemals weitverbreiteten Buchen- und Steineichen-Hochwälder, die das terrestrische Kerngebiet, neben dem alpinen Trockenrasen, über der Baumgrenze prägen.

Große Gefahren stellen die Überfischung der Seen, die intensive Landwirtschaft sowie die Überweidung dar. Daneben führt die massive Brennholzgewinnung zur Vernichtung der Wälder. Die ZGF bemüht sich verstärkt seit 2010 zusammen mit lokalen und internationalen Partnern die sensiblen terrestrischen und aquatischen Ökosysteme zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Zusammen mit den lokalen Ministerien vor Ort werden ökologisch ausgewogene Nutzungsmodelle im albanischen Nationalpark Prespa entwickelt, daneben soll die Schaffung eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservates für die weitere Ausweisung von Schutzgebieten dienen.

WAS MACHEN WIR KONKRET?
  • Aufbau des albanischen Nationalparks Prespa
  • Schulung/Ausbildung des Personals
  • Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen
  • Schaffung wichtiger Park-Infrastruktur: Besucherzentrum, Verwaltungszentrale, Rangerstationen, Eingangstore zum Park mit Kontrollposten, Gebietsmarkierungen, Besucherlenkungsmaßnahmen über Wanderwege etc.
  • Verbesserung der ökologischen Situation des Nationalparks
  • Erarbeitung und Umsetzung eines Managementplans
  • Entwicklungsmaßnahmen für Bewohner im Park zur Lösung der Energieversorgungsproblematik
  • Schaffung eines grenzüberschreitenden Biosphärenreservates
PROJEKTPARTNER

Österreichische Bundesforste AG (als Consultingpartner und Auftragnehmer der Deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW))