Schutz und Entwicklung des bulgarischen Braunbärenbestandes und seiner Lebensräume.
Bulgarien bietet mit seinen weitläufigen Gebirgszügen, wie dem Balkangebirge, den Rhodopen sowie Rila und Pirin, einen optimalen Lebensraum für Bären, Wölfe und Luchse. Viele dieser Arten sind durch die Zerschneidung ihrer Lebensräume, Bevölkerungsdruck, Tourismus und durch illegale Bejagung gefährdet. Zur Planung wirksamer Schutzmaßnahmen, etwa der Errichtung von Schutzgebieten und Grünbrücken, sind wissenschaftliche Studien zur Bestandsgröße, zu den Wanderkorridoren der Tiere und ihrer genetischen Variabilität unerlässlich.
Wie groß die Gesamzpopulation der Braunbären ist, darüber gibt es keine verlässlichen Angaben. Die Angaben schwanken zwischen 600 und 1.200 Individuen, was ein erfolgreiches Management und den Schutz der Art erschwert. Vor diesem Hintergrund sammeln seit 2009 Mitarbeiter des ZGF- Projektpartners Balkani Wildlife Haar- und Kotproben von Bären in Bulgarien. Die Proben werden von der Abteilung Wildtiergenetik des Senckenberg Instituts in Gelnhausen im Rahmen einer Doktorarbeit untersucht und ausgewertet. Mit Hilfe der Ergebnisse lassen sich grundlegende Fragen zur Bestandsgröße, den genutzten Wanderkorridoren und der genetischen Vielfalt beantworten. Darauf aufbauend können dann von der ZGF und Balkani Wildlife gemeinsam wirksame Schutzmaßnahmen entwickelt werden.
• Abschätzung der Populationsgröße der Braunbären in Bulgarien mittels genetischer Untersuchungen
• Genetische Untersuchung der Verwandtschaftsstrukturen
• Identifizierung potentieller Wanderkorridore der Braunbären in Bulgarien
• Identifizierung von potentiellen Hindernissen für die Ausbreitung
• Erarbeitung eines Aktionsplans zum Schutz der Braunbären
Balkani Wildlife Society, Abteilung Wildtiergenetik des Senckenberg Instituts (Außenstelle Gelnhausen)


























